Winterquartier Whistler

im Vergleich zu den zurückgelegten Strecken der letzten 2 Wochen haben sich diese 30 Km wie ein Katzensprung angefühlt und wir kamen endlich mal wieder in Begleitung des Tageslichts in Whistler an. Hier ein Link für Interessierte: http://www.whistler.com/de/


Ein beeindruckendes Fleckchen Erde :-)


Wir kamen also am Campingplatz an und stellten Beverly erst mal auf Ihrem Standplatz ab. Der Platz ist sauber, ordentlich aber alles sehr dicht an dicht. Elena witzelt noch über Bären.... da stehen wir auch schon mit heruntergeklappten Kiefern vor stoppschildgroßen Warnschildern: Achtung frei laufende Bären im und um den Campingplatz! Wir waren sprachlos. Die junge Empfangsdame klärte uns dann liebevoll auf, dass in der Umgebung von Whistler 200 Bären leben und dass besonderer Wert darauf gelegt wird, dass diese sich diese Gegend mit den Menschen teilen. Aha! TEILEN?... von uns aus können sie haben was auch immer sie wollen, wenn sie uns am Leben lassen. Somit mussten wir uns an sehr strenge Regeln was die Abfallentsorgung und das Zubereiten der Speisen im Freien anbelangt halten. Dass man uns das nur einmal sagen musste versteht sich von selbst :-).


Mit diesen Warnungen unter imKopf klopfte es eines Abends heftig an der Tür... wir öffneten einen Spalt und waren doch überrascht, als uns unser betrunkener Nachbar gegenüber stand. "Hey Guys!" ... Ich bin der (wie auch immer er hieß) habe gesehen, dass Ihr immer mit dem großen Wohnmobil in die Stadt fahrt. Nehmt doch einfach mein Auto. Es ist nicht abgeschlossen und der Schlüssel steckt... ist nicht ganz sauber und stinkt zwar, weil ich Raucher bin, aber Ihr könnt die Fenster runter lassen beim Fahren... sind elektrisch..... ah ja. ! Tausend Dank. Das werden wir BESTIMMT in Anspruch nehmen! Mit einem klebrigen Händeschlag verabschiedete er sich. Auch wenn seine Duftwolke aus altem Rauch, Alkohol und mangelndem Shampoo noch eine ganze Weile bei uns weilte.


Besser roch dann ein kleines Frühstücksrestaurant neben der Rezeption, mit vielen selbsterstellten Backwaren, was uns den ein oder anderen Morgen "versüßt" hat.


Die langen, kalten Regentage nutzten wir um uns nach einem Job umzusehen. Wir waren sehr überrascht, als man uns nicht etwas nach einem Visum oder Erfahrungen in diesem Arbeitsbereich gefragt hat, sondern die erste Frage auf eine mögliche Unterkunft abzielte. Wir lernten, dass die größte Herausforderung in Whistler darin besteht eine Unterkunft zu finden. Trotz intensiver Suche fanden wir gerade mal ein Studio (18 Qm), für das wir 1800 Dollar im Monat bezahlen sollten und das nicht gerade mit der Nähe zum Stadtkern geglänzt hat. Das Preis-Leistungsverhältnis konnte uns einfach nicht überzeugen.

Aber was sollten wir tun? Überall in der Stadt klebten Zettel von Reisenden, die ebenfalls auf der Suche nach einer Bleibe waren.

Wir entschieden uns dazu eine Zeitungsanzeige in einer regionalen Zeitung zu platzieren:

Ihr werdet es nicht glauben, aber wir erhielten einen ganzen Anruf auf diese Anzeige!


Allerdings gilt hier: Klasse schlägt Masse. Denn dieser Anruf war ein Volltreffer...


Eine reife Dame, die die 70 schon hinter sich gelassen haben dürfte meldete sich und empfahl uns die Wohnung einfach mal zu besichtigen. In der Wohnung angekommen, waren wir zuerst von der großartigen Lage, insbesondere der Nähe zum Stadtkern, von der Sauberkeit und der tollen Ausstattung begeistert. Bei diesem Treffen waren wir nicht alleine begeistert gewesen, denn am Ende des Gesprächs hatte wir auch schon ihre Zusage erhalten.

Im Nachgang stellte sich diese Vermietung als eine Win-Win Situation für beide dar, denn sie hatte nun jemanden der nach der Wohnung im Winter schaut, sich um den Schnee auf dem Balkon kümmert und war somit bereit uns mit dem Preis entgegen zu kommen.

Am nächsten Tag zogen wir auch schon mit unserem Gepäck, welches sich komischerweise verfünffacht hat, in unser Winterquartier ein. Nach einem weiteren Tag hatten wir es auch endlich geschafft unseren Kram in der Wohnung unterzubringen und uns langsam etwas zu entspannen.

Hurra! Kein Thema mehr mit dem Zu- und Abwasser und geschweige denn mit der Wärmequelle. Selbst eine Waschmaschine und Trockner hatten wir ganz für uns alleine. :o)))


Doch die Freude währte nicht lange...

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Kommentare: 2
  • #1

    Corinna und Hilmar (Sonntag, 01 März 2015 14:45)

    Hallo ihr Zwei,
    soooo oft haben wir davon gesprochen, dass wir euch endlich mal einen post auf eurer HP hinterlassen müssen und jetzt ist es also soweit...:-)))
    Wir haben nun erst mal Karneval geschafft und warten einfach voller Vorfreude auf den Sommer mit all seinen Vorzügen.
    Wir hoffen, dass es euch gut geht und ihr auch tatsächlich noch vorhabt diesen Sommer auch wieder nach Deutschland zu kommen?! :-) Wirklich schön, dass ihr schon so viel erlebt habt und dass das was ihr euch vorgenommen habt -wie Familien Recherche betreiben, Jobs und Wohnung finden- so toll geklappt hat.
    Wir wünschen euch auf jeden fall noch eine wunderschöne Zeit mit hoffentlich vielen unvergesslichen Momenten!
    Ganz liebe Grüße, Coco & Hilmar

  • #2

    elena-und-matthias-auf-reisen (Dienstag, 10 März 2015 05:26)

    Hallo Coco, hallo Hilmar,

    danke schön, wir haben uns rießig gefreut. :-))
    Hoffe Ihr hattet eine schöne Karnevalszeit. Wir haben ein paar verkleidete Menschen bei einer Guyparade in Whistler gesehen. Sonst ist der Fasching dieses Jahr spurlos an uns vorbei gegangen.
    Uns geht es weiterhin sehr gut, nur auf den frischen Schnee warten wir mit einer "Engelsgeduld".
    Wie sagte es Arnold?
    "Ich (Wir) komme(n) wieder, keine Frage."
    In diesem Sinne ganz liebe Grüße an Euch.
    Elena und Matthias